Liethammer

Der Liethammer

Der sogenannte Liethammer wurde von Theodor Thiele gen. Hucht im Jahre 1841 gegründet. Die Produktionsstätte ging in den Besitz des Viktor Röper und schließlich in den des J. Baptist Prank über.

Es existiert ein Gutachten aus dem Jahre 1869 über die Marmorfelder bei Brilon, welches in der wissenschaftlichen Arbeit von Heinz Wilhelm Hänisch angeführt wird und einen schönen Einblick in die vorhandenen technischen Gegebenheiten speziell der Wasserkraft des Liethammer gibt. (1)

„Juli 1869, königlicher Bergassessor I. Ditges:
Gutachten über die Grubenfelder und Betriebsanlagen der Fa. Prang & Comp., untere Liedwerk:

Das ehemalige Eisenwalzwerk enthält in seinem gegenwärtigen Zustand je 8 Sägewerke, Abteilungsmaschinen, 2 Polishoers und eine Kantenschleife. Die Zahl der Maschinen soll verdoppelt werden. Antrieb durch ein mittelschmächtiges Wasserrad. Es noch ein weiteres Wasserrad und eine Turbine vorhanden. Ein Wasserrad wird durch die Möhne betrieben. An Wasser leidet das Werk nicht. Gegebenenfalls könnte bei Erweiterung des Betriebes eine Dampfmaschine aufgestellt werden. Das obere Werk „Viktoria“ gleichfalls an der Möhne gelegen, hat 5 Sägemaschinen mit 36 Schneidenblättern, 2 Einzelsägen und 2 Polishoers. Antrieb ebenfalls durch ein Wasserrad an der Möhne.“ (1)

Die günstige Entwicklung des Unternehmens des Georg Dassel erlaubte es im Jahre 1898 den unterhalb Allagen gelegenen ehemaligen Eisenhammer, die als Lietwerk bezeichnete Produktionsanlage, mit seiner ausgezeichneten Wasserkraftanlage zu erwerben. Dieser Unternehmensteil am Standort Allagen konnte allmählich zu einer leistungsfähigen Betriebsstätte vorweigend zur Granitverarbeitung ausgebaut werden.

Der Liethammer, das Lietwerk
Blocklager am Lietwerk

Die Wasserkraft des Liethammer heute

Bereits im Jahre 1869 verfügte das Werk über eine Turbinenanlage. Noch heute wird auf der Basis der alten Technikinstallationen elektrische Energie gewonnen.

Der Arbeitsmediziner Dr. Bernd Walters aus Brilon hat die Wasserkraftanlage am sogenannten Lietfeld erworben und nutzt die Kraft der Möhne.

Der Arbeitsmediziner Dr. Bernd Walters aus Brilon

 

 

 

 

Quellen:

(1) Heinz Wilhelm Hänisch „Der Metall-, Schiefer-, Baryt- und Marmorbergbau von 1200 bis 1951 auf der Briloner Hochfläche“ – 1. Auflage August 2003, hier: Manuskriptbasierte Version als Vorläufer der endgültigen Ausgabe