Marmorvase

Marmorvase aus einer Musterkollektion

In den Jahren zwischen 1934 und 1943 wurde die sogenannte Neue Reichskanzlei in Berlin projektiert. Dabei wurden alle nur denkbaren Anstrenungen unternommen, um diesen Prunkbau mit besonderen Bauelemente aus den edelsten Materialien auszustatten.

Dazu gehörten großflächige Marmorböden und riesige Marmorsäulen, aber auch kleinere Accessoires, wie etwa überdimenionale Vasen.

Wie Zeitzeugen zu berichten wissen, wurden in dieser Zeit von der Firma Dassel diverse Vasen als Musterexponate aus den verschiedensten Marmoren hergestellt, die jedoch nie in Serie gingen.

 Mitarbeiter der Firma Dassel bei der Herstellung einer Vasen in der Säulendreherei

Bis auf ein Exemplar, wurden alle noch verfügbaren Musterstücke später in Scheiben zerlegt und zuTellern und Aschenbechern umgearbeitet.

Dieses eine Exemplar hat offenbar bis heute die geschichtlichen Entwicklungen überdauert und bei der Ausstattung der damals neuen Schule in Allagen im Flurbereich als Dekoobjekt Verwendung gefunden.

Im Juli 1956 wurde die Vase in der damals neuen Schule aufgestellt

Dieses Dasein hat sie bis vor einiger Zeit ungenutzt und ungeliebt gefristet, bis sie schießlich verhüllt wurde.

Im Rahmen eines schulischen Projektes wurde diese Vase mit einer Litfaßsäule überbaut und in gewisser Weise konserviert.

Die noch verborgene Marmorvase

Es waren nun Bemühungen im Gange, dieses Objekt im Haus Dassel auszustellen, um die gezeigte Palette an Marmorprodukten zu erweitern.

Inzwischen wurde die Vase wieder freigelegt und die Demontage vorbereitet.

Als Ergebnis einer kollektiven Anstrengung, hat das Objekt nun einen neuen Platz an alter Stelle im Haus Dassel gefunden.

Steinmetzmeister Martin Wagener nach erfolgreicher Arbeit.