Pirol und Auerhahn

Mit Pirol und Auerhahn

Ein Heimatmuseum sollte ja auch die heimische Tierwelt in Bildern und Präparaten darstellen. Die Allagener Vogelsammlung überschreitet mit ihren Exemplaren die an sich sinnvolle Beschränkung auf die heimische noch lebende Vogelwelt. Haus Dassel hat eben auch in diesem Teil nicht zielgerichtet gesammelt, sondern angenommen, was in den Schulen Allagen und Niederbergheim schon seit Jahren stand und was danach als aufbewahrenswert treuherzig übergeben wurde. Nun stehen die meisten Exemplare dicht gedrängt und sehr in die Jahre gekommen in einer hohen Doppeltürnische des Trauzimmers hinter einem Vorhang. Neben der Schar heimischer Singvögel sitzen friedlich vereint Krähe, Eichelhäher, Roter Milan, Wiedehopf, Kornweihe und ein Adlerexemplar. Von den weiter entfernten oder hier ausgestorbenen deutschen Arten haben hier Alpendohle, Sperbereule, Fischadler, Seidenschwanz, Uhu, Birkhuhn und ein stattlicher Weißstorch ausgestopft überdauert.

Auch der letzte 1902 geschossene Auerhahn ist ausgestopft. Einen Tukan und einen grauverstaubten Paradiesvogel hat wohl der Niederbergheimer Josef Loag seinerzeit von seinen Aufenthalten in Neuguinea und Afrika mitgebracht. Von anderen Tierarten bevölkern noch eine Natter, ein Siebenschläfer und zwei Wieselarten die Nische. Zur Aufwertung der Schulstube setzte Heinz Mus Eichhörnchen, Iltis, Steinmarder, Dachs und eine weiß verblichene Wildkatze hinein. Das Reich der Insekten ist durch eine hervorragend präparierte Schmetterlingssammlung – 134 Arten – vertreten. Helmut Leuchtmann aus Deiringsen hat sie 1960 – 1975 angelegt und dem Haus Dassel zur Dauerausstellung vermacht.