Im Keller ist es duster

Die Werkstatt des Albert Wienecke

Im Keller ist es duster,
da wohnt ein armer Schuster.

So sangen Allagener Schulkinder 1974, als ihr Unterricht in einen der Villenkontorräume verlegt war. Dass mittlerweile wirklich unter ihnen im Keller eine Schusterstube letztes Asyl gefunden hatte, und zwar die des Allagener Schuhmachers Albert Wieneke, wussten sie bei ihrem Spiellied noch gar nicht.

Hinter Kellermauern ist es duster

Der Grundriss des Kellers im Haus Dassel zeigt tatsächlich Bereiche, in denen es duster sein muss.

Seit geraumer Zeit wird ohne Unterlass über versteckte und verschlossene Kellergewölbe gemunkelt, in denen sich unaussprechliche Geheimnisse verbergen. Unermessliche Schätze, alte Dokumente und die Spuren vertuschter grausamer Verbrechen werden vermutet.

Grundriss mit unzugänglichen Bereichen

Was sagt sich der gewissenhafte Heimatforscher an solchen Stellen?

„Lasset uns nachsehen!“

So ist es nun geschehen. In den frühen Morgenstunden im November dröhnt der Bohrhammer.

Das Setzen einer Bohrung, 40 mm Durchmesser und ca. 950 mm Tiefe

Die ansehnliche Gruppe von Aktivisten, die ungenannt bleiben sollen, verfolgt das Einbringen einer Bohrung durch das massive Sandsteinmauerwerk, welches über 150 Jahre Geheimnisse verborgen hält.

Dann folgt der Durchbruch, dann ein Ruck, dann Erdreich.

Mit neuester Technik ausgerüstet, wird nun mittels eines Endoskopes hinter die Mauer geschaut.

Nichts!“