Wasserkraft

Die Wasserkraftanlage im Dassel Park

Die Geschichte der Wasserkraftanlage am Haus Dassel hat ihren Anfang im Jahre 1840 durch Viktor Röper.

Nach dem Erwerb von Haus Dassel mit dem gesamten Firmengelände sowie der zugehörigen Wasserkarftanlage durch die damalige politische Gemeinde Allagen, geht das Anwesen nach der Kommunalreform in den Besitz der Stadt Warstein über.

Es folgten intensive Bemühungen zum Erhalt und zur Nutzung dieser Wasserkarft im Dassel Park.

Die Stadt Warstein plante zunächst den Rückbau der Wehranlagen, die Verfüllung des Obergrabens, den heutigen Röper-Graben,  und die Verdämmung des unterirdischen Abflusstunnels.

Die im Jahre 1994 diskutierten Pläne, die alte Turbine als Museumsstück zu erhalten und die neue Anlage im Freispülgraben zu installieren, hat die Obere Wasserbehörde in Arnsberg noch mit der Androhung quittiert, das Wasserrecht zu entziehen. Zum Leidwesen der Bürger, die den Verlust eines historischen Gewässers befürchten.

Eine Planungsgruppe für die Wiederherstellung der Anlage erhebt noch rechtzeitig Einspruch gegen dieses Vorhaben.

Schließlich stimmten die Stadtoberen und die Obere Wasserbehörde dem Erhalt der Anlage zu, dieses aber unter einer Vielzahl von Auflagen, wie etwa dem Einbau einer Fischaufstiegshilfe am Wehr.

Turbinenanlage im Dasselpark, © Theo Pankoke 2017

Die WKA Dassel Park GBRmbH

Nun muss Geld für die Finanzierung beschafft werden. Groß ist das Interesse der Allagener, den Wiederaufbau des Wasserkraftwerkes durch die Gründung einer Betreibergesellschaft der WKA Dasselpark-Gesellschaft zu ermöglichen. Auch auswärtige Gesellschafter treten der Gesellschaft bei.

Der Aufbau der unterirdischen Reaktivierung mit dem Einbau des Saugrohres und der Turbine nimmt mehr Zeit in Anspruch als erwartet.

Der Innenausbau mit dem Turbinenaufbau im Schacht, dem oberen Turbinenwellenlager, der Elektroinstallation usw. kann nach der Fertigstellung des Turbinenhauses erfolgen.

Die Außenarbeiten, Montage von Rechenanlage und Reinigungsmaschine, Bau des Möhnewehrs, der Ausleitungs- und Freiflutschleuse, folgen.

Zum guten Schluss wird im Jahre 2000 das Anschlusskabel an das Netz der WVG (VEW) verlegt und das Kraftwerk mit dem Stromverteilernetz verbunden.

Seit 2002 ist darüber hinaus eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Kraftwerksgebäudes in Betrieb. Installiert wurde diese mit dem Ziel, die Sonne als weitere Quelle unerschöpflicher Energie zu nutzen. So können die Betreiber den Besuchern des öffentlichen Dassel Parks zwei Möglichkeiten umweltschonender Energiegewinnung demonstrieren.

Berater Erich Kaup Belecke

Wenn es um erneuerbare Energien geht, ziehen Erich Kaup vom Belecker Arbeitskreis Mühlrad und die WKA Dasselpark-Betreibergesellschaft aus Allagen an einem Strang.

Seine Erfahrungen mit der Turbine in Stütings Mühle in Belecke bringt Erich Kaup in die Reaktivierung der alten Wasserkraftanlage am Haus Dassel ein.

Als Berater ist Erich Kaup während der gesamten Umsetzungsphase nun fast täglich vor Ort.